Das Digital Audio Broadcasting (DAB) ist ein digitaler Übertragungsstandard für terrestrischen Empfang von Hörfunkprogrammen (siehe Digitalradio). Es ist für den Frequenzbereich von 30 MHz bis 3 GHz geeignet und schließt somit auch eine Verbreitung über Kabel und Satellit ein. Entwickelt wurde DAB im Eureka-147-Projekt der EU in den Jahren 1987–2000.
DAB ist in Deutschland, der Schweiz, Südtirol, Belgien, Dänemark und Großbritannien (United Kingdom) fast flächendeckend verfügbar. In Frankreich sind bisher nur einzelne Empfangsinseln um Paris und Lyon verfügbar, ebenso in den Niederlanden. In Italien treiben vor allem die Privatsender den DAB-Ausbau in den norditalienischen Großräumen voran, und in Kanada werden einige Ballungsräume in Ontario, Québec und British Columbia versorgt. In Österreich wurde der seit 2000 laufende Versuchsbetrieb 2008 eingestellt. Insgesamt wird DAB derzeit in mehr als 40 Ländern eingesetzt. 500 Millionen Menschen werden derzeit von DAB-Sendern erreicht. Es wurden weltweit etwa 12 Millionen Empfänger verkauft.
Der Bundesrat erteilte am 17. Februar 1999 der SRG die Konzession zum Aufbau eines DAB-Netzes in der Schweiz. Noch im gleichen Jahr gingen im Großraum Bern-Solothurn die ersten Sender in Betrieb. Weiter folgten in den Jahren 1999 und 2000 die Regionen Interlaken-Bern-Biel, Baden-Zürich-Winterthur, sowie die Genferseeregion und die Agglomeration Basel. Seit 2001 ist DAB auf den Hauptverkehrsachsen Ost-West (inklusive der großen Tunnels) und Teilen der Nord-Südachse empfangbar. Derzeit (Stand Januar 2009) können über 90 % der Schweizer Bevölkerung DAB empfangen. Bis Ende 2009 soll DAB in der ganzen Schweiz zu empfangen sein.
Die SRG SSR idée suisse strahlt in den vier Sprachregionen je ein eigenes Programmensemble mit 9 bis 11 Sendern aus.
DAB-Geräte sind bei Maurer Radio Television AG erhältlich.
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Ensemble SRG SSR Deutschsprachige Schweiz, Kanal 12C/227.36 MHz (Band III)
Programm-Name
Übertragungs-art
1
DRS-1
DAB
2
DRS-2
DAB
3
DRS-3
DAB
4
DRS Musikwelle
DAB
5
Virus
DAB
6
DRS 4 News
DAB
7
CH-POP
DAB
8
CH-Claasic
DAB
9
CH-Jazz
DAB
10
RSR-1 ERE+
DAB+
11
RETE UNO+
DAB+
12
RR SRG
DAB
13
WRS+
DAB+
Ensemble SMC AG Deutschsprachige Schweiz, Kanal 7D (Band III)
Programm-Name
Übertragungs-art
1
Backstager Radio
DAB+
2
Lifechanel
DAB+
3
Open-Broadcast
DAB+
4
Raduio Basel
DAB+
5
Energy
DAB+
6
Eviva
DAB+
7
Top Two
DAB+
8
RETE Tre
DAB+
9
DRS 4 News
DAB+
10
CH-Classic
DAB+
Deutschland für Baden-Württemberg (12B) (Region Basel)
Programm-Name
Übertragungs-art
1
Baden-Württemberg
DAB
128 kbps
2
SWR2 (Baden-Württemberg)
DAB
128 kbps
3
SWR3
DAB
128 kbps
4
DASDING
DAB
128 kbps
5
SWR Cont.Ra
DAB
48 kbps-M
6
Deutschlandfunk
DAB
64 kbps-M
7
Deutschlandradio Kultur
DAB
128 kbps
Die Audiodaten der Programme werden bei DAB zunächst mittels MUSICAM (MP2) mit Datenraten von 32 bis 256 kbit/s codiert. Die Bitrate liegt zwar um den Faktor 7 unter der einer Audio-CD, durch spezielle Codec-Verfahren wird aber eine der Audio-CD vergleichbare Qualität erreicht, solange die Bitrate nicht zu gering gewählt wird (vgl. MP3). Aus Kostengründen wird von vielen Sendern die maximal mögliche Datenübertragungsrate nicht realisiert.
Um den Qualitätsanspruch auch mit niedrigen Bitraten erfüllen zu können, reichte WorldDMB das Verfahren HE AAC v2 als ergänzendes Kodierungsverfahren für DAB zur Standardisierung ein. Dabei wird ein zusätzlicher Fehlerschutz (Reed Solomon Code) hinzugefügt. DAB+ benutzt damit zwar denselben Audiocodec und einen ähnlichen Fehlerschutz wie DMB, unterscheidet sich ansonsten jedoch technisch davon.
Der Empfang von Sendern, die eine Codierung nach HE AAC+ V2 verwenden, ist nur mit DAB-Empfängern möglich, die zusätzlich mit einem Decoder für HE AAC+ V2 ausgestattet sind. Derzeitig gibt es jedoch weder eine nennenswerte Anzahl von Empfängern, noch entsprechende Programme, die diese Erweiterung nutzen. In der Schweiz jedoch bieten die grossen Warenhäuser und Elektronikmärkte fast ausschliesslich DAB+ Geräte an. Das günstigste DAB+ Gerät ist für 50 Euro zu haben. Mit dem Ziel, die Empfänger, die zusätzlich zum MPEG1 Layer 2 auch HE AAC+ V2 decodieren zu können, voneinander zu unterscheiden, wurde die Bezeichnung "DAB+" von WorldDMB geschaffen. Hierbei handelt es sich jedoch um einen reinen Marketingnamen, der nicht Bestandteil des Standards ist.
Geräte, die DAB+ empfangen können, werden mit dem Ziel der Abwärtskompatibilität auch DAB-Sendungen nach dem jetzigen Verfahren (MPEG 1, Layer II) empfangen können.
DAS Studiosignal eines Radiosenders wird mit den gewünschten Datendienst (z.B. Interpret, Titel, Bildübermittlung) in ein Gesamt- Digital) -Signal zusammenngesetzt. Nun wird es an den nächsten Senderbetreiber gesendet, wo es nun zusammen mit anderen Programmen durch den Multiplexer in einen sogenannten Block zusammengefasst wird. Der entstandene Datenstrom wird nun durch das COFDM-Verfahren über einen bzw. mehrere Sender im Multicastbetrieb ausgestrahlt.
Um eine genauso grosse Fläche wie ein UKW-Sender abzudecken sindteilweise mehrere Sender nötig. Trotzdem sind die Betriebskosten deutlich geringer. Da alle Sender durch das COFDM-Verfahren auf der selben Frequenz senden können, ist dieses Verfahren sehr Frequenzökonomisch und würde es erlauben ein Programmensemble in der ganzen Schweiz unter einer Frequenz empfangbar zu machen.
Das Grundprinzip des Modulationsverfahrens COFDM (Codes Orthogonal Frequency Division Multiplex) besteht darin, daß der digitale Datenstrom in Symbole aufgeteilt wird und zeitlich verschachtelt auf 1536 Trägerfrequenzen verteilt ausgestrahlt wird. Durch Hinzufügen eines Schutzintervalls (d.h. Verlängerung der Symbolzeit) wird den auf dem Ausbreitungsweg zu erwartenden Reflexionen Rechnung getragen. Im Empfänger werden die Daten wieder in die richtige, zeitliche Reihenfolge gebracht, Übertragungsfehler korrigiert und analog gewandelt.
Marke: Advance Acoustic (Frankreich)
Die LAT54 ist eine logarithmisch-periodische DAB-Antenne in bester Qualität der Firma Wittenberg Antennen, die neben dem DAB-L-Band auch GSM und UMTS empfängt. Hochwertiges wetterfestes Material, passend für jeden Antennenmast.
Mit MPEG (Moving Pictures Expert Group) wurde ein Verfahren gefunden, um die hohe Datenrate linearer digitaler Aufzeichnungssysteme drastisch zu reduzieren, ohne einen hörbaren Klangunterschied in Kauf nehmen zu müssen. Das Verfahren macht sich in erster Linie die psycho-akustischen Eigenschaften des menschlichen Gehörs zunutze. Wie selbiges werden durch MPEG diejenigen Bestandteile des Ausgangssignals, die ohnehin nicht wahrgenommen werden können, nicht übertragen. Das MPEG-Verfahren erlaubt die Reduktion eines Audio-Stereo-Signals von rund 1.4 Mbit/s auf 192 kBit/s, wobei Monosignale oder reine Wortsendungen ohne Qualitätsverlust mit noch niedrigeren Bitraten auskommen.