Ich bin 58Jahre jung und betreibe das Hobby Kurzwellenempfang seit meiner Jungend. Da mein Vater selbst ein begeisterter Funkamateur war und er seine Kurwellen-Empfänger noch selbst gebaut hatte, war ich natürlich mitgerissen. Er stellte mir die Geräte zur Verfügung und so fing ich selbst an, den Amateurfunk zu erforschen. Es war immer ein tolles Erlebnis, nachts mit dem Skalalicht und leuchtenden Radioröhren nach Amateurfunker zu jagen. Ein grosses Erlebnis war es Radio Peking oder die Stimme Russlands zu hören. Da mein Hobby in Richtung Fotografieren ging, war die Kurzwelle etwas in Vergessenheit geraten. Aber 1990 hat es mich dann wieder gepackt und ich kaufte mir einen JRC-535-HF Empfänger mit Antenne und es ging wieder los. Zu einer Sendeprüfung hat es nicht gereicht, aber was nicht ist kann ja noch werden. Heute bin ich ein begeisterter Amateurfunkhörer mit der Kombination PC/Internet geworden. Schwerpunkt sind Rundfunk, SSTV, RTTY, Packet und FAX-Empfang.
Warum Kurzwellen hören!
Was denn ... noch nie was von Kurzwelle gehört?
Ach du Schreck!
Na, dann werde ich mal versuchen, einem jeden Leser dieser Seite dieses interessante Hobby näher zu bringen, das mich schon wochenlang vom "normalen" Radiohören abgehalten hat.
Der Standard-Bereich beim Radio ist UKW, Ultrakurzwelle (engl. FM). Daneben gibt es dann noch Mittelwelle (MW) und die Langwelle (LW).
Doch auf manchen älteren Kofferradios und Taschenradios findet sich noch so ein merkwürdiger Bereich namens KW oder SW, des Öfteren in mehreren Teilen. Meistens ist dort scheinbar außer Quietschen und Pfeifen nicht viel zu hören
Das ist ein großer Irrtum!
In diesem Bereich, der Kurzwelle, gibt es nämlich viele Rundfunksender aus allen Teilen der Erde zu hören, und des Öfteren sogar auf Deutsch! Deutschsprachige Programme werden sogar von Sendern aus Gegenden ausgestrahlt, von denen man das nicht unbedingt erwartet, wie z.B. Korea oder Ecuador. Und neben den Rundfunksendern gibt es hier noch die Amateurfunker und kommerzielle Nutzer.
Damit die sich nicht alle in die Quere kommen, hat man international die Frequenzzuweisungen festgelegt
Mittelwelle: 531 bis 1611 kHz
KW-Bereich: 3000 bis 30000 kHz
UKW: 87500 bis 108000 kHz / 87,5 bis 108 MHz
Die Kurzwelle ist also ein recht großer Bereich, der über der MW, aber weit unterhalb des UKW-Bereichs liegt. In den unterschiedlichen Regionen der Kurzwelle sind die Ausbreitungsbedingungen recht verschieden.
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Funkbude von Roland HE9AJ (1990-2009)
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Kurzwellenempfang als Hobby
Im deutschsprachigen Raum betreiben viele Leute den Kurzwellenempfang als Hobby - mehr als 4000 Hörer sind sogar in Kurzwellen-Hörerklubs organisiert. Der Empfang von weit entfernten lokalen Radiosendern wird als DXen bezeichnet. Kurzwellenhörer können Empfangsberichte an die Rundfunkanstalten schicken und sich den Empfang mit QSL-Karten bestätigen lassen. Diese Karten dienen dem Nachweis des Empfangs. Die interessante und vielfältige Aufmachung der Karten macht sie zu beliebten Sammlerobjekten. Mit solchen Karten werden auch Fernempfänge auf anderen Wellenbereichen, wie Mittel- und Langwelle bestätigt.
Zur Beurteilung der Empfangsqualität wird in Empfangsberichten häufig das SINPO-System verwendet. Dies ist ein Zahlencode, der die Signalstärke und Störungen durch Interferenzen, Nebengeräusche oder Schwund beschreibt.
Alternativ wird der SIO-Code verwendet, der eine weniger detaillierte Beschreibung liefert. Diese Art des Empfangsberichts benutzten DXer für Berichte an große Auslandssender. An kleinere Lokalsender wird der Empfang meist in Form eines persönlichen Berichtes verfasst. Alternativ gibt es auch das RST-System.
Internationale Rundfunksender sind auf einen engen Kontakt zu ihren Hörern angewiesen. So ist dies die einzige Möglichkeit eine Resonanz, auf ihre Sendungen erhalten. Oft pflegen Hörer wie Sender per Post oder neuerdings per E-Mail ein freundschaftliches Verhältnis untereinander und legen ihrer Korrespondenz gelegentlich kleine Souvenirs wie Aufkleber oder Wimpel bei.
Die Möglichkeiten in diesen Bereichen sind grenzenlos und macht dieses Hobby sehr faszinierend, nein es macht süchtig. Ich habe durch die Hilfe vom Internet und E-Mail auch sehr viele Freundschaften über die Schweizergrenze hinaus schliessen können. Auch die Ausbeutung der Rückläufe (QSL-Karten) war im Jahr 2005 sehr hoch, bei Rundfunkempfang doch 80% (verschickte Berichte 196) und bei den Amateuren (SSTV) 60% (verschickte Berichte 155).
Mit dem Versand einer QSL-Karte bestätigen Funkamateure eine erfolgreiche Funkverbindung. Die Hauptaussage von QSL-Karten ist die Empfangsqualität und die geographische Verbreitung eines Sendesignals. Neben den Funkamateuren verschicken auch die meisten Rundfunksender, insbesondere solche, die auch im Lang-, Mittel- und v. a. Kurzwellenbereich mindestens einen Sender betreiben, als Bestätigung für erhaltene Empfangsberichte QSL-Karten. Daneben bestätigen auch diverse Betreiber anderer Sendeanlagen großer Reichweite, wie z. B. Zeitzeichensender, die Empfangsberichte mit QSL-Karten. Außerdem werden bei Funkverbindungen ins Ausland, manchmal auch im CB-Funk, QSL-Karten ausgetauscht.
Die Übertragung von Sprache. Verwendete Modulationsarten sind Einseitenbandmodulation (SSB) mit einer Bandbreite bis 3 kHz und über 30 MHz auch Frequenzmodulation (FM) bis 20 kHz Bandbreite. Selten sind Amplitudenmodulation und Schmalband-FM
Funkfernschreiben (englisch Radio Teletype, RTTY) ist eine digitale Betriebsart, bei der die Kommunikation zwischen Fernschreibern über Funk durchgeführt wird.
Übertragung von komprimierten Bildsignalen (eines FAX-Gerätes) über AM oder FM.
Die Anruffrequenzen für FAX-Betrieb auf der Kurzwelle sind 3730, 7040, 14230, 18110, 21340, 24930 und 28680 kHz. Auf dem 160-m- und 30-m-Band ist FAX-Betrieb nicht zulässig.
Übertragung digitaler Nachrichten in einem rechnergestützten Kommunikationssystem.
Packet Radio ist ein Verfahren zur Datenübertragung im Amateurfunk und CB-Funk. Die digitalen Informationen werden in kurzen Datenpaketen (meist maximal 255 Byte) ausgesendet und beim Empfänger wieder zusammengesetzt. Dadurch können Rechner drahtlos und mit automatischer Fehlerkorrektur miteinander kommunizieren.
Zwischen dem Datensender und -empfänger können mehrere Zwischenstationen angegeben werden, die die Pakete empfangen und unverändert wieder aussenden (Digipeater). Dadurch können große Entfernungen (mehrere 100 km) überbrückt werden, besonders dann, wenn die Digipeater einen exponierten Standort haben. Intelligente Netzknoten sind zudem in der Lage zu entscheiden, über welche Teilstrecken ein Datenpaket optimal in Richtung zum Empfänger geleitet werden muss (Routing).
Link: noch offen!
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PACTOR (Packet Teleprinting Over Radio)
Übertragung von Fernschreibsignalen
PACTOR ist ein Kunstwort, gebildet aus den Ausdrücken Packet Radio und AMTOR und bezeichnet eine digitale Betriebsart im Amateurfunk. Es wurde speziell für den Datenverkehr auf Kurzwelle entwickelt, um die auf diesen Frequenzen vorkommenden Störungen (Schwankungen der Feldstärke, Interferenzen) zu kompensieren.
Die Entwickler von PACTOR sind die beiden deutschen Funkamateure Ulrich Strate (Rufzeichen: DF4KV) und Hans-Peter Helfert (Rufzeichen: DL6MAA). Sie haben inzwischen eine eigene Firma namens SCS gegründet, die spezielle Hard- und Software für den PACTOR-Betrieb entwickelt.
PACTOR verwendet eine synchrone Übertragung mit Fehlerkorrektur wie AMTOR jedoch mit 8 Bit pro Zeichen.
Link: noch offen!
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Bildübertragung SSTV (Slow Scan Television)
Slow Scan Television (SSTV) ist eine analoge Betriebsart im Amateurfunkdienst und dient der Übertragung von Standbildern.
Als Zeitzeichensender wird eine spezielle Sendeanlage bezeichnet, die die aktuell gültige Zeit als Information in maschinenverarbeitbarer (digitaler) Form ausstrahlt. Mit geeigneten Uhrenanlagen beziehungsweise Empfangseinrichtungen kann dieses Signal empfangen werden, so dass eine zuverlässige und automatische Einstellung der empfangenden Funkuhren erreicht wird.
AM-Stereo ist die Bezeichnung eines Verfahrens zur Übertragung stereofoner Signale über Rundfunksender im Lang-, Mittel- oder Kurzwellenbereich. Wegen der geringen zur Verfügung stehenden Bandbreite und der Kompatibilitätsforderung ist das im UKW-Bereich verwendete Verfahren zur Stereo-Übertragung in diesem Frequenzband nicht anwendbar.
Digital Radio Mondiale (DRM) ist ein schmalbandiges digitales Rundfunksystem zur Verbreitung weltweiter, nationaler, überregionaler und lokaler/regionaler Hörfunkprogramme sowie Datendienste und Videoformate. Der DRM-Standard umfasste ursprünglich nur die digitale Verbreitung von Rundfunkdiensten im AM-Bereich, also auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle (genannt „DRM30“) mit den vier Übertragungsmodi A-D. Zur Nutzung des Systems in den VHF-Bereichen wurde der DRM-Standard um einen Modus E, genannt "DRM+", erweitert. Damit kann DRM im UKW-Bereich und gemeinsam mit DAB/DAB+ auch im VHF-Band III eingesetzt werden.
Als ISM-Bänder (Industrial, Scientific and Medical Band) werden Frequenzbereiche bezeichnet, die durch Hochfrequenz-Geräte in Industrie, Wissenschaft, Medizin, in häuslichen und ähnlichen Bereichen genutzt werden können. Entsprechende ISM-Geräte wie Mikrowellenherde und medizinische Geräte zur Kurzwellenbestrahlung benötigen dabei nur eine allgemeine Zulassung.