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DRM – Digital Radio Mondiale – wurde mit dem Ziel entwickelt, den AM-Rundfunk auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle zu digitalisieren und dem Hörer auf diesen störanfälligen Wellenbereichen eine dem UKW-Mono-Empfang ähnliche Audio-Qualität zu bieten. Offizielle Einführung des neuen Standards war im Juni 2003 auf der „World Radio Conference“ in Genf. 


Digital Radio Mondiale (DRM) (weltweiter Digitalrundfunk) umfasst digitalen Hörfunk und Datendienste, aber auch Amateurfunk. Der DRM Standard umfasst Rundfunk auf der Lang-, Mittel- und Kurzwelle (genannt „DRM30“). Zurzeit wird der DRM Standard ergänzt um einen Modus für Sendefrequenzen zwischen 30 MHz und 174 MHz (genannt „DRM+“), also einschließlich des UKW Bereichs.

Die Audiodaten werden mittels MPEG-4 HE-AAC v2 (oder einem der beiden verfügbaren Sprachcodes) komprimiert und per OFDM/COFDM übertragen.

Die Klangqualität des Audiosignals bei DRM30 soll dabei nach Aussage des DRM-Konsortiums und den Entwicklern des AAC Audiocodecs „Near-FM Quality“, also UKW-ähnliche Qualität, erreichen. Ob dieses Versprechen aber angesichts der auf Kurz-, Mittel- oder Langwelle in der Praxis eingesetzten Bitraten von 11 bis 26 kBit/s eingehalten werden kann, ist fraglich. Allerdings ist die gefühlte Audioqualität ab einer Datenrate von ca. 16 kBit/s bei Verwendung des MPEG-4 HE-AAC v2 Codecs doch deutlich besser als ein übliches 5 kHz breites analoges Audiosignal.



Neben Audio können zusätzlich digitale Daten übertragen werden, die auf entsprechenden Displays Informationen über den Musiktitel und den Interpreten geben. Ebenso können weitere Informationsdienste für Verkehrs- und Wetterinformationen, aktuelle Nachrichten oder Wirtschaftsnachrichten u.a. integriert werden. Dementsprechend setzt sich das DRM-Frame aus mehreren Service- und Channel-Frames zusammen. Dabei entstehen mehrere Frame-Formate: Das Transmission Frame, das je nach Betriebsmodi 15, 20 oder 24 Symbole umfassen kann und das daraus gebildete Superframe. Das Transmission Frame besteht aus dem Main Service Channel (MSC), dem Fast Access Channel (FAC) und hat zu Beginn den Service Description Channel (SDC).




Der neue digitale Rundfunk auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle (DRM, Digital Radio Mondiale) schlägt hohe Wellen. Elektor stellt nun einen passenden Empfänger vor. Stückliste und Platinen-Layout findet man auf der Elektor-Homepage. Neben dem Selbstbau gibt es eine Alternative: Diese Platine wird fertig aufgebaut und getestet von AK-Modul-Bus im Online-Shop angeboten. Elektor beschreibt das Gerät als ein Interface zwischen Antenne und PC. Der eigentliche Empfänger ist der Software-Decoder im PC. Der Anwender hat die Wahl zwischen zwei Programmen. Das DRM Software Radio kann für rund 60 Euro online über www.drmrx.org bestellt werden. Daneben gibt es noch das Open Source Projekt DREAM, das allerdings nur im Quelltext verteilt wird.

Das Ergebnis ist eine rauschfreie Audioübertragung mit UKW-ähnlicher Qualität, aber mit Reichweiten bis zu mehreren 1000 Kilometern. Viele Stationen senden in Stereo. Außerdem können Texte und Bilder mit übertragen werden.





Morphy Richards DRM Radio 27024 DRM/DAB Radio