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Rundfunk-Empfang

Lange Zeit galt die Kurzwelle als für die Rundfunkversorgung ungeeignet, konnte man doch nur bescheidene Reichweiten von einigen Dutzend Kilometer erreichen. Das änderte sich, als Funkamateure Anfangs der 20er-Jahre feststellten, dass nach tausend und mehr KM Abstand zum Sender die Signale wieder laut vernehmbar waren. Die Rundfunkverantwortlichen erkannten schnell, dass damit das ideale Medium für interkontinentalen Rundfunk gefunden war, endlich konnte man Landsleute in aller Welt ebenso wie fremde Völker in deren Sprachen mit Programmen versorgen.

Bild ankicken:Für Film: Landessender Beromünster 1931


Etwa vierzig Radiostationen senden ein deutschsprachiges Programm und weltweit fast alle auch in Englisch. Die Spanne der gegebenen Informationen und auch die Häufigkeit der Sendungen ist gross: die eine Station sendet nur einmal pro Woche, andere mehrmals im Tag. Die kürzeste Sendung sind gerade einmal drei Minuten, andere Stationen  senden mehrere Stunden.


Meist jedoch und insbesondere seit dem Wegfall des „eisernen Vorhang“, sind die Informationen gerade auch aus den weltweiten neu entstandenen, jungen Demokratien sachlich und neutral und bieten gute Einblicke in das Leben, Kultur und die wirtschaftlichen Gegebenheiten eines Landes. Darüber hinaus bieten viele Sender kleine Sprachkurse, geschichtliches, Kulinarisches, Hörerbriefkasten, wo man Meinungen und Beiträge eisenden kann und auch Sport, Musik für jeden Geschmack und oftmals auch Hörerpreisausschreiben mit attraktiven Preisen.


Mit Frequenz (lat. frequentia, Häufigkeit), Formelzeichen f (technisch) oder manchmal auch der griechische Buchstabe ν (ny, physikalisch), bezeichnet man allgemein die Anzahl von Ereignissen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Meistens sind dieses regelmäßig wiederholte Ereignisse, also Ereignisse mit festem Zeitabstand voneinander, der Periode oder Schwingungsdauer. Die Frequenz ist dann der Kehrwert der Periode. Ihre Dimension ist demnach 1/Zeit.

Die Einheit der Frequenz, das Hertz, kurz Hz, ist dementsprechend abgeleitet von der SI-Basiseinheit Sekunde (s): 1Hz=1:S
Sie ist nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz benannt.


Neben einer Ereignishäufigkeit pro Zeitintervall kann Frequenz auch eine Ereignishäufigkeit in einem bestimmten Gebiet bezeichnen, siehe dazu Ortsfrequenz.



Längstwellen können auch unter Wasser aufgenommen werden. Deshalb sind die Längstwellen vor allem in "fester Hand" der Marine, da  hier die Kommunikation zwischen den Befehlszentren an Land und den Unterseebooten abläuft. Auch Navigationssysteme arbeiten auf diesen Frequenzen.

In diesem Frequenzbereich werden hauptsächlich Funkübertragungen zu militärischen und wissenschaftlichen Zwecken von Sendern auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Dieses Frequenzband eignet sich besonders gut für weitreichende Übertragungen. Die militärischen Übertragungen sind meistens verschlüsselte Botschaften an U-Boote oder Spione und nur sehr unregelmäßig zu empfangen.

So kann ein Längstwellensiganal aussehen! (Fischförmiges Signal auf 19,6 kHz)




DHO38 ist das Rufzeichen eines Längstwellensenders der Deutschen Marine (14 kHz bis 50 kHz). Die offizielle nationale Bezeichnung lautet „Marinefunksendestelle Saterland-Ramsloh“, die der NATO „NATO VLF / MSK Marinefunksendestelle Rhauderfehn“

DHO38 und seine acht 100-kW-Sendeverstärker ist für Frequenzen von 14 kHz bis 50 kHz ausgelegt und sendet auf der Frequenz 23,4 kHz mit einer Sendeleistung von bis zu 1,2 Megawatt.


Gesendet werden codierte Meldungen an U-Boote der Deutschen Marine und anderer NATO-Länder. Aufgrund der sehr niedrigen Sendefrequenz verbunden mit einer relativ hohen Sendeleistung, ist ein Empfang noch in Wassertiefen bis zu etwa 30 m und eine weltweite Nachrichtensendung möglich. Gesendet wird in der Regel allerdings nur im Bereich der Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik und im Mittelmeerraum.



GBZ ist das Rufzeichen eines britischen Längstwellensenders, der auf der Frequenz 19,6 kHz von Anthorn in Cumbria (früher von Criggion) aus codierte Signale an getauchte U-Boote sendet. Die Reichweite beträgt mehrere tausend Kilometer.


Obwohl die Signale dieses Senders von Unbefugten nicht decodiert werden können, ist der Empfang selber sehr einfach. Ein PC mit Soundkarte, 10 Meter Draht und eine Freeware für Spektrogramme, z. B. Spectran genügen.




Die Langwelle ist der Frequenzbereich, in dem die ersten Rundfunkübertragungen überhaupt gemacht wurden. Er liegt noch unter dem bekannteren Mittelwellenbereich.

Der Langwellenbereich erstreckt sich von 153kHz bis 279 kHz. Dieser Bereich wird wie die
Mittelwelle unterteilt in Frequenzen im 9kHz Abstand, weshalb es also 15 Kanäle auf LW gibt, auf denen gesendet werden kann.

Sie dienen dem Rund-, See- und Navigationsfunk sowie Zeitzeichensendern. Auch der deutsche Zeitzeichensender DCF-77, der alle Funkuhren in Deutland steuert, sendet hier.
Am Tage breiten sich die Langwellen fast ausschließlich als Bodenwellen aus, so daß man dadurch nur wenige Sender hören kann. In der Nacht dagegen kann die gewöhnliche Reichweite eines LW-Rundfunksenders durchaus über 1000 km betragen kann.


Der Zeitsignalsender DCF77 ist ein Langwellensender in Mainflingen, der die meisten funkgesteuerten Uhren im westlichen Europa mit der genauen Uhrzeit versorgt.

Langwellen für Zeitsender wurden hauptsächlich gewählt, weil sie Gebäude recht gut durchdringen können. Sie breiten sich relativ unabhängig von atmosphärischen Bedingungen aus und der Empfang ist nicht sehr empfindlich gegen die Abschattung durch Berge, benachbarte Hochhäuser oder Bäume. Man kann sie gut mit sehr kompakten, preiswerten =>Ferrit-Antennen empfangen.




Die Wetterdaten dieser Station basieren auf METEOTIME und werden täglich von professionellen Meteorologen mit modernsten Instrumenten berechnet. Die Wetterdaten wird über die Zeitzeichensender DCF77 (in Deutschland) übertragen.



Die Mittelwelle (MW oder MF für engl. Medium Frequency) ist ein Frequenzband und dient zur Kommunikation durch Übertragung elektromagnetischer Wellen. Sie schließt den Bereich von 300 kHz (1000 m) bis 3000 kHz (100 m) ein.

Der Begriff Mittelwellenrundfunk bezeichnet den Rundfunk im Mittelwellenband. Dies entspricht dem Frequenzbereich zwischen 526,5 kHz und 1606,5 kHz. Die Sender benutzen diesen Bereich in einem 9-kHz-Raster. Auf dem amerikanischen Kontinent umfasst das Mittelwellenband den Frequenzbereich von 530 bis 1720 kHz. Benutzt werden die Frequenzen in einem 10-kHz-Raster.


In der Nähe von Solt betreibt der ungarische Rundfunk einen Hochleistungssender für Mittelwelle auf der Frequenz 540 kHz mit einer Sendeleistung von 2000 Kilowatt. Dieser Sender, der zu den stärksten Rundfunksendern der Welt gehört und während der Nachtstunden in Deutschland leicht empfangen werden kann, benutzt als Sendeantenne einen 298 Meter hohen Sendemast.


Auch hier ist der Frequenzbereich tagsüber ruhig, nur Bodenwellenausbreitung ist möglich.
Nachts können auf Mittelwelle große Überreichweiten auftreten. So empfangen viele Funkfreunde teilweise Sender aus Übersee.



Der Frequenzbereich der Kurzwelle erstreckt sich definitionsgemäß von 3 MHz bis 30 MHz. Dies entspricht einer Wellenlänge von 100 m bis 10 m. 

Am 27. November 1923 gelang zwei Funkamateuren die erste zweiseitige Funkverbindung auf kurzen Wellen. Das war die Geburtsstunde des Kurzwellenfunks/Kurzwellenrundfunks.

Kurzwellensignale besitzen aufgrund ihrer sehr guten Reflexionseigenschaften an der Ionosphäre eine sehr große Reichweite. Rundfunksender, die auf Kurzwelle senden, können bei geschickter Frequenzwahl auf der ganzen Welt empfangen werden.

Die Raumwellenausbreitung wird hier für teilweise transkontinentale Übertragung genutzt. Die hier notwendigen Reflektionsschichten der Ionosphäre liegen in 70 bis 200 Kilometer Höhe.


Eine sehr große Rolle für den Empfang spielen die Sonnenfleckentätigkeit, die Jahreszeit und die Tageszeit.

Bei den tieferen Frequenzen, also bei 3 MHz bis ca. 6 MHz sind die nachtaktiven Bänder angesiedelt. Tagsüber herrscht hier besonders bis 4,5 MHz Ruhe, in Winternächten ist hier aber Übersee-Empfang möglich.


Drehbare Hochleistungsrichtantenne des ORF, Sendeleistung 500kW, Gewicht 320t


Ab 4,5 MHz bis ca. 12 MHz ist Nah- und Fernempfang sind gleichermaßen möglich.

Oberhalb 12 MHz bis rund 18 MHz ist fast ganztägig Übersee-Empfang möglich. Ab 18 MHz ist die Sonnenfleckentätigkeit ein wichtiger Faktor für die Nutzung und Brauchbarkeit der Frequenz. Herrscht rege Sonnenfleckentätigkeit vor, so kann man auch hier sehr guten Fernempfang probieren.




Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff UKW häufig für UKW-Rundfunk im Bereich 87,5 bis 108 MHz des VHF-Bandes II verwendet. Zu den Ultrakurzwellen gehören jedoch auch die für Fernsehsender verwendeten Frequenzen der Rundfunkbänder I und III sowie die unteren und oberen Sonderkanäle des Kabelfernsehens.

Weiterhin ist der Begriff UKW auch im Bereich des Sprechfunk gebräuchlich. Es handelt sich dabei vor allem um das 4-m-Band (also die Frequenzen unterhalb des UKW-Rundfunks), die Bereiche des Flugfunks mit Frequenzen oberhalb 108 MHz sowie das 2-m-Band im Bereich von 140 bis 174 MHz, wo sich viele verschiedene professionelle Funkdienste sowie ein Amateurband befinden.

UKW - Ausbreitung Ultrakurzwellen verhalten sich so ähnlich wie Licht. Das heißt, dass man theorethisch sichtkontakt zum Sender haben muss. UKWs können auch durch Gebäudewände dringen, werden aber abgeschwächt


Die UKW breiten sich nur in der Troposphäre aus (unterste Schicht der Athmosphäre, 11-16KM hoch). Eine Reflektion an der Ionosphäre(siehe MW eriter unten auf der Seite)findet nur sehr selten statt. Die unter normalen Bedingungen überbrückbaren Entfernungen sind deshalb nicht so groß (10-200Km).


S = Sender; 1-4 = Verschiedene Empfangsstationen
Die Empfangsstationen 1 und 2 haben keinen Empfang, obwohl sie näher an der Sendestation liegen.


Der Fernsehturm St. Chrischona, offiziell: Mehrzweckanlage St. Chrischona oder auch Fernmeldeturm St. Chrischona, ist ein 250,57 Meter hoher Fernsehturm der Betreibergesellschaft Swisscom nordöstlich von Basel in der Schweiz. Abgesehen von begrenzten Führungen für Besuchergruppen ist der Sendeturm in der Regel für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

 
Der weithin sichtbare Sendeturm, der von 1980 bis 1983 errichtet wurde, ist das höchste freistehende Gebäude der Schweiz und das zweithöchste Bauwerk nach der Staumauer Grande Dixence. In Europa steht der Turm in der Liste der höchsten Fernsehtürme auf Platz 16, weltweit auf Platz 52. Neben dem regulären Sendebetrieb u.a. für Funk und Fernsehen, dient er auch als Wasserturm und verfügt über Messinstrumente z. B. für die Wettervorhersage.






Hörprobe: Bild unten anklicken.

Sendeplan des Radio DDR-Auslandsdienstes aus dem Jahr 1957



Hörprobe: Bild unten anklicken.



Sender und Frequenzen 2009: Jahrbuch für weltweiten Rundfunkempfang. Lang-, Mittel-, Kurzwelle. Satellit. Internet. Inklusive Empfängertests und Programmtipps.